look down – a beginning

Seit einigen Jahren ändern Smartphones Taschencomputer unser Leben grundlegend. Es ging so rasend schnell und scheinbar ist der Alltag ohne so einen ständigen Begleiter heute nicht mehr zu bewältigen. Erstaunlich (aber auch erschreckend) worauf die alles Wirkung und Einfluss haben. Nun ja, das ist soweit nichts Neues. Interessant war ein Gespräch zwischen kuhnograh und Manni über die Vermutung, dass demnächst (in 100 Jahren oder so) unser Hals einen 90° Winkel haben wird (aufgrund der ständigen Smartphonenutzung). Ich hoffe inständig nicht, aber ausschließen kann ich es nicht. Die Menschheit hat sich schon immer angepaßt. Fraglich nur, ob uns die Taschencomputer lang genug erhalten bleiben werden bis unsere Genetik sich angepaßt hat. Natürlich ist das nicht ganz ernst gemeint, aber es ist schon erstaunlich, wie viele Menschen ständig nach unten schauen und dennoch nichts sehen.

Ich dagegen habe entdeckt, wie spannend der Boden ist über den wir uns bewegen. Zumindest kann er spannend sein. In sorgfältig gewählten Ausschnitten. Aber kaum jemand nimmt den Boden wahr, weil der Taschencomputer die Sicht versperrt. Ich dagegen finde es herausfordernd den Boden zu fotografieren und aus den Fotos Collagen zusammenzustellen. Ich habe einige Ideen und sammle Fotos, aber den ersten Entwurf einer solchen möglichen Collage habe ich fertiggestellt. Es gibt so unendlich viele Möglichkeiten, ist zwanglos und macht kreativ. Und ich mag natürlich die vielen grafischen Bilder die entstehen und die in Serie zusammen viel interessanter sind, aber dennoch auch allein funktionieren. only master

Annett

16 Kommentare zu „look down – a beginning

  1. Eine tolle kreative Idee in meinem Lieblingsformat. Auch mit Smartphone fotografiert oder mit der „richtigen“?
    Gruß
    Jörg

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    1. Danke. Alle Fotos sind mit dem Taschencomputer gemacht 😁.

      Gruß, Annett

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  2. der boden kann tolle motive bieten und deine minimalistischen collagen finde ich super gelungen.
    bis der hals im 90 grad winkel wächst würde es für die evolution vermutlich noch ein paar tausend jahre mehr smartphonenutzung brauchen und bis dahin denke ich, haben wir all diese informationen schon irgendwo in unseren körper gechipped und brauchen keine externen devices mehr 😉

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    1. Danke, Paleica.
      Ja, bestimmt gibt es irgendwann Mischformen – Mischungen zwischen Mensch und künstlicher Intelligenz. Der verbesserte Mensch oder so … 😉

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      1. selbstoptimierung 😉

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  3. Hallo Annett, deine Auswahl zeigt, wie spannend man das Gewöhnliche in Szene setzen kann. Aber dazu, da hast du recht, muss man auch hinsehen, ob mit oder ohne Taschencomputer :-).
    LG, Conny

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    1. Danke Dir, Conny. Das Alltägliche ist oft ebenso interessant, wie das Besondere. Wird halt nur oft übersehen 😉
      Gruß, Annett

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  4. Danke erstmal für die Erwähnung 😉 Das, was Du auf dem Boden eingefangen hast, ist aber auch wirklich sehr hübsch geworden, gefällt mir ausserordentlich gut, gerade in der Collagen Form! Macht ein bisschen nachdenklich, irgendwie! Und motiviert, das Teil ab und an doch mal in der Tasche zu lassen…

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    1. Danke Dir – ja, das sollten von Anfang an Collagen werden. Irgendwie gehören die für mich zusammen. 🤗

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  5. Schön gesehen und farblich gut zusammengstellt 🙂 Vielleicht sollten die Handys einen Winkelsucher haben dann sehen die Menschen wieder was vor ihnen liegt und wohin sie gehen. Ich finde diese Handysucht wirklich schrecklich, mein Steinzeit Nokia macht was soll , aber mit Smartphones wird ja sowieso nicht mehr telefoniert …… oder ?

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    1. Nee, stimmt schon – telefonieren ist nebensächlich. Smartphones sind halt wirklich mehr Taschencomputer als Telefone 😉. Ich finde übrigens gut, dass Du noch ein klassisches Nokia hast und kann Deine Abneigung total verstehen.

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  6. Zuerst einmal: schöne Fotos sind das, durch die sich die Farbe Gelb als roter Faden zieht. Manchmal lohnt es sich, genauer hinzusehen und die Umgebung nur noch am Rand wahrzunehmen.

    Was die Theorie mit dem 90°-Genick angeht: Einen ähnlichen Verdacht habe ich auch schon seit einiger Zeit, auch wenn ich eher zu einem 75-80°-Winkel tendiere, und ich prophezeihe, dass Orthopäde der Beruf der Zukunft ist. So, wie die Mehrheit ständig und überall auf diese Smartphones starrt, sind die Haltungsschäden bereits vorprogrammiert. Wobei ich mich mit meinem Leseverhalten (Buch auf den Schoß legen anstatt auf Augenhöhe zu halten) mich auch nicht von der zukünftigen Klientel mit Haltungsschaden ausnehmen würde.

    LG
    Ulrike

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    1. Danke Dir und gut beobachtet, dass in dieser Collage gelb das verbindene Element ist. 😉

      Und nicht nur Haltungsschäden, sondern auch Sehnenscheidenentzündung z. B. in den Daumen werden unsere Zukunft sein … 🙈

      Gruß, Annett

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  7. Ein tatsächliches Projekt zu finden, empfinde ich als ungemein schwierig. – Und hier mit Leichtigkeit gelungen.

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    1. Danke. Es stimmt, gar nicht so leicht ein Projekt zu finden. Es muss ja auch über einen längeren Zeitraum funktionieren und darf einen nicht langweilen. Diesen Projekt ist sehr kurzweilig und ständig sammele ich neue Fotos 😉

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